Schritt 1: Aktivierung
Mit der Aktivierungsfunktion kannst du steuern, ob eine Konfiguration aktiv am Record-Linkage-Prozess teilnimmt oder nicht.
Dies ist besonders praktisch, wenn du mehrere Konfigurationen vorbereitet hast, aber nur bestimmte aktuell ausführen möchtest.
Wichtige Hinweise:
- Die Deaktivierung löscht die Konfiguration nicht – du kannst sie jederzeit wieder aktivieren.
- Nur aktive Konfigurationen werden vom Record-Linkage-Runner berücksichtigt.
- Überprüfe vor der Aktivierung alle Parameter, um fehlerhafte Läufe zu vermeiden.
So aktivierst/deaktivierst du eine Konfiguration:
- Öffne die gewünschte Konfiguration im Modul Record Linkage Configuration.
- Setze den Schalter Active auf „Ja“ oder „Nein“.
- Speichere die Änderungen.
Schritt 2: Source- und Target-Modul auswählen
In diesem Schritt legst du fest, welche Datenquellen miteinander verglichen werden sollen.
- Source-Modul: Enthält die Datensätze, die abgeglichen werden sollen.
- Target-Modul: Enthält die Datensätze, mit denen verglichen wird (z.B. Golden Records)
So wählst du die Module aus:
- Öffne die gewünschte Konfiguration im Modul Record Linkage Configuration.
- Wähle im Feld Source-Modul die Datenquelle, die abgeglichen werden soll.
- Wähle im Feld Target-Modul die Ziel-Datenquelle (z. B. Golden Records). Wichtig: Zwischen dem Target-Modul und dem Source-Modul muss eine Beziehung bestehen!
Schritt 3: Mapping-Einstellungen
Mit den Mapping-Einstellungen definierst du, wie die einzelnen Felder beim Vergleich berücksichtigt werden. Hier legst du fest, welche Attribute relevant sind, wie stark sie gewichtet werden und welche Algorithmen für den Abgleich verwendet werden.
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
- Felder für den Vergleich: Wähle nur die Attribute, die eine hohe Aussagekraft für die Identifikation haben (z. B. Name, E-Mail, Adresse).
- Gewichtung: Bestimme die Bedeutung jedes Feldes für den Gesamtscore. Höhere Werte = stärkerer Einfluss.
- Datentyp: String oder Numeric.
- Normalize Entity: sorgt dafür, dass eingehende Daten wie Name, Straße etc. auf ein einheitliches Format gebracht werden – z.B. Str/Str./Strasse zu Straße oder Müller zu Mueller. Es erhöht die Match-Qualität und reduziert Dubletten, da unterschiedliche Schreibweisen evtl. zu Nicht-Treffern führen könnten.
- Algorithmus für den Vergleich: Wähle den passenden Algorithmus für den jeweiligen Datentyp. Hier findest du eine nähere Beschreibung.
Schritt 4: Source Record Relation Filter
Mit dem Source Record Relation Filter legst du fest, welche Quell-Datensätze vom Record-Linkage-Prozess berücksichtigt werden sollen.
Verfügbare Optionen:
- „All“: Der Abgleich wird für sämtliche Quell-Datensätze durchgeführt für eine vollständige Datenbereinigung.
- „Unlinked“: Es werden ausschließlich Datensätze geprüft, die noch keine Verknüpfung zu einem Ziel-Datensatz haben. Das ist hilfreich, um neue Dubletten zu identifizieren, ohne bestehende Verknüpfungen zu verändern.
- „Linked“: Es werden nur Datensätze berücksichtigt, die bereits mindestens eine Verknüpfung besitzen. Das ist sinnvoll, wenn Sie bestehende Links überprüfen oder aktualisieren möchten.
Schritt 5: Match-Thresholds festlegen
Die Match-Thresholds bestimmen, ab welchem Ähnlichkeitswert zwei Datensätze als Übereinstimmung gelten. Mit diesen Schwellenwerten steuerst du, ob der Abgleich automatisch erfolgt oder eine manuelle Prüfung notwendig ist.
Schwellenwerte im Detail:
- Oberer Schwellenwert: Alle Ergebnisse mit einem Score gleich oder höher als dieser Wert werden automatisch als Match akzeptiert und verknüpft.
- Unterer Schwellenwert: Ergebnisse zwischen dem unteren und oberen Schwellenwert gelten als potenzielle Matches und müssen manuell überprüft werden.
- Scores unterhalb des unteren Schwellenwerts werden ignoriert (kein Match).
Best Practice: Wähle die Schwellenwerte so, dass echte Dubletten automatisch erkannt werden, aber unsichere Fälle zur manuellen Prüfung gelangen.
Beispiele: Im oberen Screenshot ist die Ähnlichkeitsskala so eingestellt, dass die Schwellenwerte für kein Match bei [0,00, 0,17], für potenzielle Matches bei [0,17, 0,47] und für Übereinstimmung bei [0,47, 1,00] liegen. Keine Übereinstimmung bedeutet, dass die Ähnlickkeit zu niedrig ist und die Datensätze eindeutig verschieden sind. Der untere Screenshot hat denselben unteren Schwellenwert, schließt jedoch automatisierte Übereinstimmungen aus und legt den oberen Schwellenwert auf 1,00 fest, was zu [0,17, 1,00] für potenzielle Übereinstimmung führt.