Björn Gerster: Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse erzeugt eine unglaubliche Fülle von Daten. Wir müssen lernen, sie optimal zu nutzen, um am Ende die Wachstumsziele zu erreichen.
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist zu wissen, welche Informationen korrekt und welche relevant sind. Mit der Vielzahl genutzter Informationssystemen – vom CRM über die Marketing-Automation Plattform bis hin zu Zahlungs- und Kreditsystemen – werden Daten schnell inkonsistent.
Salesforce zeigt in einer aktuellen Studie auf, dass 91% der Daten in CRM-Systemen unvollständig sind und ca. 70% der Daten jedes Jahr veralten.
Die fehlende ganzheitliche Sicht auf die Kundenbeziehungen verhindert noch viel zu oft das Kundenerlebnis. Kunden und Leads werden zum falschen Zeitpunkt mit den falschen Themen angesprochen, Lieferungen gehen an falsche Lieferadressen, der Vertrieb investiert viel zu viel Zeit auf den falschen Potenzialen.
Kurz gesagt, unzuverlässige Daten führen zu verpassten Wachstumschancen.
Die Erstellung einer einzigen, einheitlichen Version jeder Kunden- und Interessentenbeziehung über mehrere Kanäle hinweg erfordert saubere, vollständige und konsistente Daten. Um dies sicherzustellen, gehen viele Unternehmen den Weg, die eigenen Daten gegen ein sogenanntes „Reference Data Universe“ abzugleichen und die eigenen Daten anhand dieser Datacloud mit einem unique Identifier zu versehen, zu standardisieren, zu vervollständigen und ggf. mit weiterführenden Informationen anzureichern. Durch die Integration über APIs mit zugehörigen Monitoring-Prozessen kann die Aktualität sichergestellt werden.
Es gibt spannende Möglichkeiten, nicht nur klassische firmografische Informationen anzureichern, sondern auch online generierte Informationen zur Positionierung auf der Website, eingesetzten Technologien, zu aktuellen Events und Pressemeldungen oder auch Third Party Intent Data aus dem Bereich Suchverhalten im Web, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Aus all diesen Daten lassen sich aktuelle Bedürfnisse und v.a. relevante Ansprachen ableiten. Stellen Sie sich vor, Sie bieten IT-Services und Integrationsleistungen für ERP-Systeme an. Neben den klassischen Segmentierungen über Branchen, Unternehmensgröße etc. wissen Sie nun über Third Party Intent Daten, welche Unternehmen sich verstärkt im Web über ausgewählte ERP Systeme informieren, welche Unternehmen aktuell Stellen zur Projektleitung im ERP-Bereich ausschreiben, welche Unternehmen ggf. in Artikeln oder Pressemitteilungen über Modernisierungen im ERP-Bereich sprechen und bei welchen Unternehmen bestimmte Keywords auf der Website Rückschlüsse zulassen. Steilvorlagen für Ihren Vertrieb!
Unternehmen mit modernen und erfolgreichen Sales- und Marketingstrategien verwalten ihre Daten strategisch und verwandeln Daten in Erkenntnisse und Wissen, um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen.
Ob sich der Aufwand lohnt? Ja, auf jeden Fall! Es ist inzwischen Standard, dass wir mit unseren Kunden Business Cases kalkulieren und eine ROI-Betrachtung vornehmen. Aber auch folgende Aussagen beweisen das:
- Datengetriebene Unternehmen gewinnen 23-mal wahrscheinlicher Neukunden (McKinsey „Global Insights“)
- Das durchschnittliche Wachstum von insights-getriebenen Unternehmen liegt bei rund 30% (Forrester – „The insight-driven-business“).